Herz-Kreislauf- Krankheiten

Praxis für Innere Medizin in Minden
Schwerpunkte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselkrankheiten, Prävention

Das Gebiet Innere Medizin umfasst die Vorbeugung, (Früh-) Erkennung, konservative und interventionelle Behandlung sowie Rehabilitation und Nachsorge der Gesundheitsstörungen und Erkrankungen der Atmungsorgane, des Herzens und Kreislaufs, des Gefäßsystems, des Stoffwechsels und der inneren Sekretion.  Das Gebiet umfasst auch die Gesundheitsförderung und die Betreuung unter Berücksichtigung der somatischen, psychischen und sozialen Wechselwirkungen und die interdisziplinäre Koordination der an der gesundheitlichen Betreuung beteiligten Personen und Institutionen.

Kernkompetenzen der Praxis sind:

  • Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf- Krankheiten, insbesondere auch des Bluthochdrucks und der Bluthochdruckkrankheiten
  • Vorbeugung und Behandlung von Stoffwechselkrankheiten, insbesondere von Zuckerstoffwechselstörungen (Diabetes mellitus) und Fett- und Harnsäurestoffwechselstörungen
  • Vorbeugung/Prävention von Risikofaktoren, die das Gefäßsystem schädigen, unter besonderer Beachtung der Erkrankung der Gefäßinnenschicht (Endothel)

Dr. med. Horst Meruna betreut Patienten im Bereich Innere Medizin.

Spektrum der häufigsten Erkrankungen im Bereich Innere Medizin

Die Folgen von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit), von Herzmuskel- und Herzklappenerkrankungen sowie Herzrhythmusstörungen betreffen viele Bereiche des alltäglichen Lebens, privat wie beruflich, hinsichtlich subjektiv beeinträchtigender Beschwerden (Schmerzen, Luftnot, Herstolpern, Herzrasen), aber auch hinsichtlich konkret die körperlichen und psychischen Fähigkeiten beeinträchtigender Folgen wie nötige Medikamente, Folgeeingriffe, Herzschwäche.
Neben der modernen leitliniengerechten Behandlung ist die individuelle und ausführliche Beratung und Betreuung des betroffenen Patienten unerlässlich, um ein möglichst unbeeinträchtigtes Leben führen zu können.
Wir leisten für unsere Patienten sowohl die medikamentöse Behandlung, wie auch die im Verlauf erforderliche begleitende Basisdiagnostik. Darüberhinaus sind wir in den verschiedenen Verläufen der Erkrankungen Berater und Partner für den Umgang mit der Erkrankung und in Hinblick auf den Umgang mit günstigen und weniger günstigen Faktoren, die Einfluss auf die Erkrankung haben.

Der Bluthochdruck zählt aufgrund des hohen Grades an Verbreitung in der Bevölkerung zu den Volkskrankheiten. Ein besonderes Problem ist die häufig zu späte Diagnosestellung, ein weiteres die zu oft unzureichende Blutdruckeinstellung, nicht-medikamentös und/oder medikamentös.
Ein bestehender Bluthochdruck kann heute fast immer ausreichend behandelt werden, wenn eine gründliche Voruntersuchung mit einer individuellen Beratung und einer ausgewogenen Behandlung, begleitet vorzugsweise durch eine Blutdruckselbstmessung durch den Patienten, verbunden wird.
Einen erfolgreichen Umgang mit dieser Erkrankung kann man lernen, und wir helfen Ihnen auf diesem Weg und begleiten Sie durch alle erforderlichen Prozesse.

Auch die Zuckerkrankheit zählt wegen ihrer großen Verbreitung in der Bevölkerung zu der Volkskrankheiten. Wie beim Bluthochdruck ist die späte Diagnosenstellung ein großes Problem, ebenso auch hier die zu häufig zu mäßige Einstellungsqualität. Diese Stoffwechselerkrankung erfordert eine gründliche, ärztliche Betreuung und verlangt dem Patienten einige verhaltensrelevante Regeln in seinem täglichen Lebensablauf ab. In unserer Praxis kümmern wir uns gerne um diese Patientengruppe, denn sie muss lernen, mit der Krankheit umzugehen.
Wir bieten individuelle Information und Schulung an, die dem Zuckerkranken eine erfolgreiche Führung seiner Erkrankung ermöglicht.

Hierunter ist der Beginn der arteriellen Gefäßerkrankung zu verstehen, wie sie z. B. durch die so genannten Risikofaktoren entsteht. Der Begriff beschreibt die frühen krankhaften Veränderungen der „Innenhaut“ der arteriellen Gefäße. Hier liegt oft sogar in jüngeren Jahren eine Entwicklung vor, die über Jahrzehnte unbemerkt verläuft, bis sie spät, sei es im Rahmen einer zufälligen Untersuchung festgestellt wird, oder, eher, durch das Auftreten einer akuten Erkrankung (Herzinfarkt, Schlaganfall, arterielle Verschlusskrankheit). Das Endothel, also die Gefäßinnenhaut, kleidet als extrem dünne, und damit verletzliche Zellschicht alle Blutgefäße auf der Innenseite aus.
Alle schädigenden Faktoren, wie sie die so genannten Risikofaktoren darstellen (genetische Veranlagung, Umweltfaktoren, Ernährungsfehler, Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Dysstress (u.a.), wirken über Jahre und Jahrzehnte auf diese verletzliche Innenhaut schädigend ein, mit den zunehmenden Folgen für die Gefäße und die von ihnen versorgten Organe.
Diese Erkrankungszusammenhänge sind international und sehr intensiv seriös beforscht worden, und sind die Grundlage eines so genannten Konsensus der beteiligten internationalen Expertengruppen.
Die endotheliale Dysfunktion entwickelt sich über die Zeit zur so genannten Schlagaderverhärtung, der Arteriosklerose. Frühe Phasen der Arteriosklerose lassen sich mit diagnostischen Mitteln relativ sicher feststellen, zum Beispiel durch die Messung der Elastizität der Schlagadern, die im Rahmen einer Schlagaderverhärtung abnimmt.
Zusammen mit dem genetischen Risikoprofil, den vorhandenen feststellbaren Risikofaktoren und weiteren Untersuchungsergebnissen, kann bereits zu diesem Zeitpunkt die Vorbeugung gegen ein rasches Fortschreiten der Schlagadererkrankung beginnen.
Die Therapiemaßnahmen zu diesem Zeitpunkt bezeichnen wir als Sekundärprävention, also als Vorbeugung eines fortschreitenden Schadens. Sekundärpräventive Maßnahmen zielen auf die Behandlung des vorhandenen Risikoprofils, durch allgemeine gesundheitsfördernde Maßnahmen bis hin zu einer medikamentösen Behandlung, wie sie im so genannten Konsensus der Fachgesellschaften angezeigt ist.
Wir zielen auf eine frühzeitige Erkennung von Aspekten einer beginnenden Schlagaderverhärtung, um so früh wie möglich mit der Vorbeugung beginnen zu können.
Am Anfang der Behandlung steht das sehr gründliche Gespräch, um alle Aspekte berücksichtigen zu können. Danach wird das diagnostische Vorgehen besprochen, und nach Erhalt der Ergebnisse und Befundbesprechung ein Behandlungskonzept vereinbart, welches sich an den individuellen Gegebenheiten orientieren muss.
Um Nachhaltigkeit zu sichern, bieten wir Boostertermine an, die den Behandlungserfolg sichern helfen.
So wollen wir beitragen, schwere Krankheitsfolgen zu mindern oder ganz zu vermeiden.

Diagnostische Leistungen

Das Elektrokardiogramm ist für den Kardiologen eine der wichtigsten Basisuntersuchungen. Es gibt erste wesentliche Hinweise auf Störungen des Herzrhythmus, aber auch auf andere Erkrankungen des Herzens wie Durchblutungsstörungen, Herzmuskelentzündungen, Bluthochdruck oder Krankheiten der Herzklappen.

Das Belastungs-EKG, bzw. die Ergometrie, ist ein Elektrokardiogramm, das während einer definierten körperlichen Belastung, meist auf dem Fahrrad, aufgezeichnet wird. Das Verhalten von Herzfrequenz und Blutdruck geben Aufschluss über die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems. Treten während der Belastung Beschwerden wie übermäßige Luftnot oder Brustenge auf oder zeigen sich Veränderungen des EKGs, kann dies auf eine relevante Herzerkrankung hinweisen.

Das Langzeit-EKG registriert den Herzrhythmus während des Tages und der Nacht. Einzelne Extraschläge oder, das vor allem bei Patienten mit hohem Blutdruck häufige Vorhofflimmern, werden ebenso frühzeitig erkannt, wie gefährliche oder ungefährliche Herzrhythmusstörungen aus der Herzkammer.

Die Langzeit-Blutdruckmessung registriert kontinuierlich die Blutdruckwerte im Verlauf eines Tages und einer Nacht und zeichnet so das individuelle Blutdruckprofil auf. Simultan wird während der permanenten Messung des Blutdrucks eine Analyse der Pulswelle durchgeführt und dabei insbesondere die Pulswellengeschwindigkeit bestimmt.

Mithilfe der Echokardiografie kann das Herz unkompliziert zwischen den Rippen hindurch dargestellt werden. Mit dem Ultraschall können die Größe der Herzkammern, die Wanddicken, Pumpleistung oder Herzklappenfehler beurteilt werden.

Mithilfe der Duplexsonografie werden Blutgefäße dargestellt und ihre Flussverhältnisse beurteilt. Insbesondere die oberflächlich gelegenen Halsschlagadern sind sehr gut geeignet für eine Untersuchung mittels Ultraschall. Die Darstellung von frühen Veränderungen der Gefäßinnenwände durch Messung der Intima-Media-Dicke, der Nachweis einer manifesten Arteriosklerose oder sogar verkalkten Engstellen, sind die häufigsten Fragestellungen an die Duplexsonografie der hirnversorgenden Blutgefäße.

Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sind die Folge verschiedener Risikofaktoren. Diese Risikofaktoren treten individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt auf. Einige Risiken sind angeboren und nicht beeinflussbar, umso wichtiger ist das Erkennen und Korrigieren der beeinflussbaren Faktoren. Im kardiovaskulären Check werden nach einer Bestandsaufnahme Ihres Herzens und ihres Herz-Kreislaufsystems Risikofaktoren identifiziert und das individuelle Risiko für das Auftreten eines akuten Ereignisses wie Herzinfarkt oder Schlaganfall bestimmt. Anschließend werden Möglichkeiten der Optimierung Ihres individuellen Risikoprofils besprochen.